Schwierigkeiten beim Entspannen

Thema Progress:

Die meisten Menschen haben bei dem Versuch, aktiv etwas für ihre Entspannung zu tun, gewisse (Start-) Schwierigkeiten. Auf die häufigsten wird hier eingegangen, um einen möglichst reibungslosen Start in die Entspannung ermöglichen zu können.

Nicht durchgeführte Übungen

Die Bildung neuer Gewohnheiten ist immer schwierig. Auch und gerade, wenn es um Entspannungsübungen geht. Daher ist es nur normal, dass man gerade zu Beginn einer neuen Gewohnheit Schwierigkeiten bei der Umsetzung hat.

Klassischerweise ist entweder Übungsort oder Übungszeit schlecht gewählt. Vielleicht passt die Übung schlecht in den eigenen Alltag und wird schlichtweg vergessen. Hier können digitale Erinnerungen Abhilfe schaffen.

Manchmal hilft auch die Tatsache, dass die zeitliche Investition, die die täglichen Übungen bedeuten, nur für eine begrenzte Dauer von weniger Wochen erforderliche ist, während der Nutzen in Form der trainierten Entspannungsfähigkeit anschließend für viele Jahre spürbar bleibt.

Ablenkung durch äußere Störungen

Ablenkende äußere Faktoren (Lärm, Telefon, Türklingel, etc.) stellen eine häufige Störquelle der Übungspraxis dar. Kurzfristig hilft eine klare Abgrenzung mit Hinweisen an das eigene Umfeld. Langfristig können Störfaktoren Teil der Übung werden, weil das Ziel ist, auch unter widrigen Umständen entspannen zu lernen.

Innere Unruhe

Vielfach ist der Grund für besonders leichte Ablenkbarkeit in der inneren Unruhe zu suchen. Für viele Menschen ist es ungewohnt, sich mit den eigenen Gedanken gezielt nach innen zu richten. In unserem „normalen“ Alltag sind die meisten Entspannungsangebote nach außen gerichtet und zielen auf Zerstreuung ab. Die hier vorgestellten Methoden hingegen zielen auf maximalen Fokus und Konzentration der Aufmerksamkeit ab. Zu Beginn hilft es, den Übungszeitraum kurz zu halten, um nicht von der inneren Unruhe komplett aus dem Gleichgewicht gebracht zu werden. Später wird die innere Unruhe wie von selbst immer weniger werden.

Konzentrationsschwierigkeiten

Um sich für die Dauer einer Entspannungsübung ausschließlich auf seine eigenen Gedanken konzentrieren zu können, ist es notwendig sich Strategien einfallen zu lassen, die den Umgang mit störenden Gedanken betreffen.

Einerseits kann man Entspannungsanweisungen der Übungen selbst innerlich mitsprechen. Andererseits kann man sich vorstellen, die störenden Gedanken sind wie Wolken, die man ungestört am Himmel vorbeiziehen lässt.

Weitere bildhafte Möglichkeiten, die eigenen Gedanken zu illustrieren, wären zB: Die Gedanken in einen Koffer packen. Die Gedanken in den Wartesaal stellen.

Körperliche Missempfindungen

Spontane Muskelzuckungen, Kribbeln, vermehrter Speichelfluss oder die verzerrte Wahrnehmung einzelner Körperteile sind positive Anzeichen einer beginnenden Entspannung. Dieses Wissen kann helfen, seltsame körperliche Empfindungen als nicht mehr störend wahrzunehmen.

Erwartungsdruck

Leistungsdenken oder überhöhte Erwartungen können verhindern, dass sich Entspannung einstellt. Vor allem dann, wenn man gegenüber der Entspannungsübung Leistungsdruck verspürt. Mit Willenskraft lässt sich keine Entspannung herbeiführen. Wer sich noch mehr anstrengt, entspannt zu werden, wird immer verspannter werden. Das einzige Mittel ist, loszulassen und die Dinge nicht mehr aktiv beherrschen zu wollen. Das ist mitunter ein schwieriges Unterfangen. Auch dazu gibt es eigene Übungen, die vor allem zu Beginn stark auf die Fähigkeit, den eigenen Atem ungestört fließen zu lassen, fokussieren.